„Tragender Pfeiler im Katastrophenschutz“

Oestrich-Winkel. Die Landesregierung unterstützt den Malteser Hilfsdienst bei der Erfüllung von Aufgaben im Katastrophenschutz. Wie die Landtagsabgeordnete Petra Müller-Klepper mitteilt, erhält die MHD-Geschäftsstelle in Oestrich-Winkel aktuell hierfür zweckgebunden eine Zuwendung von 25.553 Euro, die Innenminister Peter Beuth bewilligt hat. „Die Mittel sind für die Anschaffung einer mobilen Netzersatzanlage bestimmt. Es handelt sich um eine einmalige Sonderförderung zur Stärkung der Vorhaltungen, die die Malteser für den Betreuungsdienst treffen“, erklärte die CDU-Politikerin.

Das Land fördere die Einsatzfähigkeit der Malteser. „Sie sind mit ihrem Standort Oestrich-Winkel ein tragender Pfeiler im Katastrophenschutz und gewährleisten mit ihrer Ausbildung, Ausstattung und Einsatzbereitschaft, dass den Bürgerinnen und Bürgern im Katastrophenfall hier in der Region und in ganz Hessen der bestmögliche Schutz zu Teil wird“, würdigte Petra Müller-Klepper. Mit der Bereitstellung von Einheiten, die bei größeren Schadensereignissen schnell eingesetzt werden könnten, übernehme der MHD eine wichtige und unverzichtbare Funktion. „Die Malteser engagieren sich in den Bereichen der Führungsunterstützung, des Sanitätswesens und der Betreuung.“

Die aktuelle Zuwendung stamme aus dem „Sonderförderprogramm Betreuung 2018“, das die Landesregierung aufgelegt habe, damit die Hilfsorganisationen im Katastrophenschutz ihre Reaktionsfähigkeit weiter erhöhen könnten. „Es ist mit 250.000 Euro ausgestattet. Damit wollen wir die verfügbaren Kapazitäten gezielt weiter stärken. Im Falle eines Einsatzes können die Helferinnen und Helfer auf das zusätzliche Material zählen, es aber ebenso für gemeinnützige Zwecke, wie die Ehrenamtsförderung oder Jugendarbeit nutzen“, erläuterte die Abgeordnete.

Die Mittel stehen den Organisationen nach einem Verteilungsschlüssel zur Verfügung, der sich nach der Anzahl der Helferinnen und Helfer in den Einheiten des Hessischen Katastrophenschutzes richtet. Die Hilfsorganisationen könnten wie die Malteser die Mittel zum Ausbau ihrer Betreuungsausstattung verwenden oder Gebäude ertüchtigen. „Wir wollen sicherstellen, dass schnelle und effektive Hilfe geleistet werden kann, wenn Menschen durch unvorhersehbare Ereignisse, wie Naturkatastrophen oder Stromausfälle, obdachlos werden oder beispielsweise aufgrund eines Bombenfundes evakuiert werden müssen. Dafür ist eine moderate Erhöhung der Kapazitäten vor Ort nötig“, erläuterte Petra Müller-Klepper.

Die Landtagsabgeordnete dankte den Helferinnen und Helfern des MHD, die in qualitativ hochwertigen Lehrgängen auf ihre Aufgaben vorbereitet würden. Das Land habe erheblich in den Katastrophenschutz investiert, um die Aktiven bestmöglich auszurüsten. So seien beispielsweise flächendeckend Notstrom-Großaggregate angeschafft sowie der Hochwasserschutz durch die Anschaffung von Gerätewagen Logistik ausgebaut worden. Diese Investitionsoffensive komme auch dem Standort Oestrich-Winkel und dem gesamten Kreisgebiet zugute.

Hessen verfüge unter anderem über 52 Betreuungszüge, 38 Sanitätszüge und vier Medizinische Task Forces (MTF) sowie rund 400 Katastrophenschutz-Löschzüge. Im Rahmen der Ausstattungsoffensive seien seit dem Jahr 2008 rund 53 Millionen Euro in die Ausstattung investiert worden. „Die Förderung und Stärkung des Katastrophenschutzes nimmt für die Landesregierung eine wichtige Rolle ein. Die zahlreichen ehrenamtlichen Einsatzkräfte sind das Rückgrat der nicht-polizeilichen Gefahrenabwehr. Der hessische Katastrophenschutz verfügt dank unserer Ausstattungsoffensive heute über die umfassendste und modernste Ausstattung seiner Geschichte“, so Petra Müller-Klepper. In Hessen sind rund 23.000 Ehrenamtliche in mehr als 680 Einheiten sowie über 3.300 Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks aktiv.

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag