11.577 Karten im Einsatz

Müller-Klepper und Beuth: „Mobil im ganzen Land für 1 Euro am Tag“

Rheingau-Taunus. Seit einem Jahr gibt es im Rheingau-Taunus das neue Schülerticket, mit dem man im Kreis und darüber hinaus in ganz Hessen mit dem Öffentlichen Personennahverkehr unterwegs sein kann. Die Landtagsabgeordneten Petra Müller-Klepper und Peter Beuth ziehen unter Verweis auf die Verkaufszahlen der Rheingau-Taunus-Verkehrsgesellschaft eine positive Bilanz der Landesinitiative.

„Das Schülerticket ist ein voller Erfolg. Aktuell wird es im Rheingau-Taunus von 11.577 jungen Leuten genutzt. Das sind gut 400 mehr als vor einem Jahr nach dem Start“, teilten die CDU-Politiker mit. 7.415 Karten habe der Rheingau-Taunus-Kreis als Schulwegkostenträger für Schülerinnen und Schüler bestellt, die Anspruch auf Erstattung eines ÖPNV-Tickets haben. 4.162 Tickets seien im freien Verkauf ausgegeben worden.

„Die Steigerung beruht auf höheren Absatzzahlen im freien Verkauf. Dies macht deutlich, wie attraktiv das Angebot ist. Für nur 1 Euro pro Tag kann man das ganze Jahr nicht nur durch den Kreis, sondern ganz Hessen fahren - günstig, sicher, umweltfreundlich“, so Müller-Klepper und Beuth. „Noch nie war Bus- und Bahnfahren für Schülerinnen, Schüler und Auszubildende aus dem Rheingau-Taunus so attraktiv wie mit diesem preiswerten Jahresticket, das auch außerhalb der Schulzeit, an den Wochenenden und in den Ferien gilt.“

Wie gut das Angebot bei den jungen Menschen ankomme, werde noch deutlicher, wenn man die Akzeptanz des Schülertickets mit der des Vorgängerangebots, der CleverCard, vergleiche, mit der man nur innerhalb der Kreisgrenzen unterwegs sein konnte. Sie sei 2016 von 10.319 jungen Bürgerinnen und Bürgern genutzt worden. „Rund 12 Prozent mehr junge Leute haben das Schülerticket in der Tasche. Es ist nicht nur günstiger, sondern bietet auch mehr Leistung, weil die räumliche Gültigkeit ausgedehnt ist. Die Karte macht hessenweit mobil, ohne über Tarifzonen, Waben und Anschlusstickets nachdenken zu müssen“, erläuterten die Abgeordneten.

Das Schülerticket trage zu Klimaschutz und Verkehrssicherheit bei und erschließe Bussen und Bahnen neue Nutzer. „Die jungen Leute erfahren den ÖPNV als einfache und verlässliche Alternative zum eigenen Auto oder zum Elterntaxi“, so Müller-Klepper und Beuth. „Über 400.000 junge Menschen in Hessen sind mit dem Schülerticket mobil. Jeder Vierte gibt an, seitdem häufiger in Busse und Bahnen einzusteigen.“

Das Land stellt in der dreijährigen Erprobungsphase 20 Millionen Euro pro Schuljahr zur Verfügung, um etwaige Verluste der Verkehrsverbünde auszugleichen. Auch freiwillig Wehrdienstleistende, Teilnehmer an einem frei¬willigen sozialen Jahr, an einem freiwilligen ökologischen Jahr oder vergleichbaren sozialen Diensten (z.B. Bundesfreiwilligendienst) sind zum Erwerb berechtigt.

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