Müller-Klepper: Regionalentwicklung wird beschleunigt

Land unterstützt umfassend

Rheingau. Die Landtagsabgeordnete Petra Müller-Klepper hat die Vorverlegung der Bundesgartenschau (BUGA) im Welterbe Oberes Mittelrheintal von 2031 auf 2029, die von der Verbandsversammlung des Zweckverbandes mit großer Mehrheit beschlossen worden ist, als „Beschleuniger für die Entwicklung, Modernisierung und Aufwertung der Region“ begrüßt. „Die geplanten Investitionen werden schneller als ursprünglich geplant realisiert. Die positiven nachhaltigen Effekte können früher eintreten“, erklärte die CDU-Politikerin.

Die Entscheidung sei ein Zeichen für die Aufbruchstimmung, die im Mittelrheintal durch die BUGA ausgelöst worden sei. „Die Motivation ist hoch, der Gestaltungswille und die Entschlossenheit sind groß, diese historische Chance beim Schopf zu packen“, lobte Petra Müller-Klepper. Die politisch Verantwortlichen hätten sich mit ihrer Entscheidung bewusst eine Selbstverpflichtung auferlegt. „Jetzt heißt es Gas geben. Die Strukturen müssen zügig geschaffen, die Inhalte in Projekte gegossen werden. Der verkürzte Zeitraum erfordert von allen Beteiligten ein höchstes Maß an Disziplin bei Planung und Umsetzung.“

Dynamik verstärken

Es sei die richtige Entscheidung, den neu gewonnenen Schwung zu verstärken. „Die Bewerbung um die Ausrichtung der Großveranstaltung und der Zuschlag, mit dem eine engagierte, solide Arbeit gekrönt worden ist, haben eine Dynamik freigesetzt, die nun nochmals eine höhere Drehzahl bekommen wird. Die verkürzte Vorlaufzeit wird für noch mehr Dampf sorgen. Der gemeinsame, die Kommunen und beiden Bundesländer übergreifende Wille zum Erfolg, um die Region zukunftsweisend für die Bevölkerung und den Tourismus aufzustellen, wird Berge versetzen“, ist die Abgeordnete zuversichtlich.

Das Land Hessen stehe unterstützend an der Seite und habe vorausschauend bereits die erforderlichen Entscheidungen getroffen, damit dieses ambitionierte Vorhaben gestemmt werden könne. „Die Zusage über die Finanzierung in Höhe von 6,3 Millionen Euro gilt auch für 2029. Das Kabinett hat dieser Option bereits zugestimmt“, so Petra Müller-Klepper. Ebenso gelte die Entscheidung, den beiden hessischen Welterbestädten Rüdesheim und Lorch sowie dem Rheingau-Taunus-Kreis in Förderprogrammen des Landes eine Priorität einzuräumen, wenn es um Projekte im Zusammenhang mit der BUGA gehe, auch für die vorgezogene Ausrichtung.

„Je früher, desto besser“

Mit der Entscheidung greife die Verbandsversammlung die Stimmung in der Bevölkerung auf. „Je früher desto besser“ – das sei die gängige Meinung, die sich auch in einer Umfrage niedergeschlagen habe, bei der sich 81 Prozent für 2029 als Veranstaltungsjahr ausgesprochen hätten.

Auch die Autoren der Machbarkeitsstudie seien zu dem Ergebnis gekommen, dass die Vorteile einer vorgezogenen BUGA überwiegen. Sie sähen einen ausreichenden Zeitpuffer. Im Vordergrund stehe dabei die Möglichkeit einer strafferen, gebündelten Planung und Realisierung von Projekten. Die Planer gingen außerdem davon aus, dass sich finanziell aus heutiger Sicht keine Veränderungen ergeben, sodass weiter mit dem Gesamtbudget von 108 Millionen Euro und einem Anteil der Kommunen von 14,4 Millionen Euro gearbeitet werden könne. Das mögliche Einsparpotenzial, das nun bei der Vorverlegung durch geringere Personal- und Betriebskosten entstehe, sollte als Sicherheitsreserve angesehen werden.

Von zentraler Bedeutung ist nach Ansicht von Petra Müller-Klepper die Entschärfung der Verkehrssituation in Rüdesheim durch die Beseitigung des Bahnübergangs im Zuge der B 42 am Bahnhof. Die Vorverlegung erhöhe die Dringlichkeit. „Eine Überschneidung der Bauarbeiten mit der BUGA muss verhindert werden.“ Auf Initiative der Abgeordneten hat Ministerpräsident Volker Bouffier Hessen Mobil bereits beauftragt, die Planung zu beschleunigen und die BUGA bei der weiteren Zeitplanung zu beachten.

Chance für den gesamten Rheingau

Von der Strahlkraft der BUGA solle die gesamte Region über das Welterbegebiet hinaus profitieren. Deshalb müsse bereits jetzt mit Überlegungen begonnen werden, wie dies durch Kooperationen und integrierte Angebote sichergestellt werden könne. „Jetzt gilt es, dass die Politik gemeinsam mit den Verantwortlichen in Tourismus, Weinbau, Wirtschaft und den Bürgerinnen und Bürgern an die Arbeit geht, um den Rheingau zu einem attraktiven BUGA-Eingangsbereich zu machen und damit zugleich entscheidend die Regionalentwicklung voranzubringen“, so Petra Müller-Klepper. „Dieses Jahrhundertereignis kann unserer Region mehr Attraktivität und Leben verleihen und ihr Profil als einzigartige Weinkulturlandschaft schärfen.“

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