„Dicker Pluspunkt bei Bewerbung: Kooperation mit Hochschule“

Land baut Rheingau als Schwerpunkt der Städtebauförderung aus

Geisenheim/Rheingau-Taunus. ‎Die Hessische Landesregierung hat Geisenheim soeben in das neue Städtebauförderprogramm „Zukunft Stadtgrün“ aufgenommen. „Das ist eine Premiere. Die Hochschulstadt ist als erste Kommune aus dem Rheingau-Taunus bei dieser Landesinitiative dabei und leistet damit Pionierarbeit. Die Kooperation mit der Hochschule Geisenheim University hat sich als dicker Pluspunkt bei der Bewerbung erwiesen. Sie ist als renommierter und innovativer grüner Wissenschaftsstandort geradezu prädestiniert, gemeinsam mit der Stadt einen wichtigen Beitrag zu leisten, damit das Programm für mehr Stadtgrün ein Erfolg wird“, erklärte Landtagsabgeordnete Petra Müller-Klepper anlässlich der Übergabe des Aufnahmeschreibens durch Ministerin Priska Hinz an Bürgermeister Christian Aßmann.

„Geisenheim will grüne Stadt werden, das Land begrüßt und unterstützt dies“, betonte die CDU-Politikerin. Für 2018 stehe eine Fördersumme von 565.000 Euro bereit. Mit der Aufnahme in „Zukunft Stadtgrün“ baue das Land zugleich den Rheingau als Schwerpunkt der Städtebauförderung aus. Im vergangenen Jahr waren Rüdesheim und Oestrich-Winkel neu in die Programme „Stadtumbau“ bzw. „städtebaulicher Denkmalschutz“ aufgenommen worden. „Die drei Rheingauer Städte erhalten aufgrund dieser Entscheidung des Landes aus den drei Fördertöpfen über mehrere Jahre finanzielle Unterstützung in Millionenhöhe. Dies kommt der gesamten Region zugute“, freute sich Petra Müller-Klepper.

Stadtgrün für mehr Lebensqualität

Geisenheim könne nun mit den Fördergeldern das Projekt „Grünes Geisenheim – Lebendige Perspektiven für unsere Hochschulstadt“ umsetzen, das von der Hochschule Geisenheim initiiert und im vergangenen Jahr gemeinsam mit der Stadt auf den Weg gebracht worden sei. „Es passt als Modellvorhaben genau in die Zielsetzung des neuen Landesprogramms. Es geht darum, die Stadtentwicklung mit Umwelt- und Naturschutz zu verbinden, indem das urbane Grün gestärkt wird“, erläuterte die Abgeordnete. Geisenheim entwickele gemeinsam mit der Hochschule ein Konzept zur Gestaltung von öffentlichen Räumen. Ziel des Projektes sei es, die Kompetenzen von Hochschule und Stadt zu verbinden und so das Prädikat Hochschulstadt aktiv auszugestalten und in der Stadt gartenbaulich und freiraumplanerisch sichtbar zu machen.

„Die Schaffung und Aufwertung grüner Infrastruktur ist ein wichtiges Zukunftsthema. Grün- und Wasserflächen, begrünte Straßen und Plätze sowie Parks und Gärten zählen zu den Bereichen einer Stadt, in denen sich die Bewohnerinnen und Bewohner am wohlsten fühlen“, so Petra Müller-Klepper. Im Stadtbild von Geisenheim könnten neue Akzente gesetzt werden, die das Lebensumfeld verbesserten. „Stadtgrün ist wichtig für die Erholung und Gesundheit der Bevölkerung. Es verbessert die Lebensqualität, das Stadtklima und den Artenschutz.“

Inhaltliche Schwerpunkte des Förderprogramms seien insbesondere die Herstellung, Weiterentwicklung oder Qualifizierung von Grünflächen und begrünten Freiflächen, die Grünvernetzung, der Erhalt der biologischen Vielfalt, die Begrünung von Bauwerken und grauer Infrastruktur sowie die Einbindung und Nutzung urbaner Gärten. In Hessen werden nach den Angaben von Petra Müller-Klepper in diesem Jahr 102 Millionen Euro zur Förderung einer nachhaltigen Stadtentwicklung eingesetzt, die sich auf sechs Förderprogramme verteilen. Auf das Programm „Zukunft Stadtgrün“ entfallen 7,5 Millionen Euro. Es ist 2017 gestartet worden.

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag