Schreiben an RMV-Spitze und Landrat

„Unteren und mittleren Rheingau nicht abhängen“

Rheingau. Die Landtagsabgeordnete Petra Müller-Klepper fordert, dass bei der neuen Vias-Direktverbindung nach Frankfurt der gesamte Rheingau angebunden wird. Nach den Plänen des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) soll sie mit dem Fahrplanwechsel ab Dezember eingerichtet werden – allerdings nur zwischen Eltville und Frankfurt.

In einem Schreiben an den Geschäftsführer des RMV, Prof. Knut Ringat, appelliert die CDU-Politikerin, zu ermöglichen, dass der Zug ab Lorch verkehrt und in allen Rheingauer Bahnhöfen Halt macht. „Wir brauchen eine direkte, verbesserte Anbindung der gesamten Region. Dies kann nur erreicht werden, wenn alle Haltestellen eingebunden werden.“ Eine Teilung der Region durch das „Abhängen“ des mittleren und unteren Rheingaus müsse vermieden werden.

Die Abgeordnete greift damit die Bitte von zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern aus dem unteren und mittleren Rheingau auf, die sich an sie gewandt haben. „Es herrscht Unmut. Die Kritik ist berechtigt und eine Korrektur erforderlich.“ Parallel hat sie Landrat Frank Kilian in einem Schreiben gebeten, sich beim RMV für eine entsprechende Ausdehnung der neuen Zugverbindung auf die gesamte Region einzusetzen.

Eine Direktverbindung zu den Hauptverkehrszeiten, bei der auf den Halt in Wiesbaden verzichtet werde, sei nachdrücklich zu begrüßen. „Dies bewirkt eine deutliche Zeitersparnis, die insbesondere den vielen Pendlern aus dem Rheingau zugutekommen wird, die in der Mainmetropole arbeiten“, so Petra Müller-Klepper. Dies werde die Attraktivität der Rheingau-Linie, die eine Erfolgsgeschichte sei, nochmals erhöhen.

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